Heimisches Holz stärken

"So nah wie möglich und so weit wie nötig", um das entsprechende Produkt noch in kurzen Wegen zu bekommen. Nur wenn eine zusammenhängende Verarbeitungskette in möglichst kurzen Wegen geschlossen wird ( kann die Nachfrage der Kunden auch bis zum heimischen Wald durchgeleitet werden und nur so lässt sich Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung in den Regionen Europas verbinden.

Bäume entziehen beim Wachsen der Atmosphäre das Klimagas CO2 und speichern es als Kohlenstoff im Holz. Dies wird üblicherweise beim geernteten Holz als "CO2-Speicher" Holz verstanden. Aber wenn man korrekt rechnet darf nicht bei jedem Holzprodukt der volle CO2 Speicher angesetzt werden. Denn nur dann, wenn (1) die geernteten Bäume wieder nachwachsen, also aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen UND wenn (2) die Transporte in der gesamten Verarbeitungskette von der Waldstraße an bis zum fertigen Produkte möglichst kurz sind, kann der volle CO2 Speicher angerechnet werden.

Bauholz aus Russland oder Holzprodukte aus Asien, Afrika oder Nord-/Mittel-/Südamerika haben beispielsweise allein durch die langen Wege rechnerisch verminderte CO2 Speicher im Holz.

 

Hinzu kommt, dass man z.B. Holz aus einer Plantage in den Tropen auch von der CO2 Speicherung keinesfalls mit Holz aus unseren heimischen alten Nachhaltigkeitswäldern vergleichen kann und Holzentnahme aus tropischen und borealen Primärwäldern hat mit Klimaschutz nichts zu tun.

 

Gerade viele Kommunalwälder und nahezu alle mitteleuropäischen Wälder haben eine hohe CO2 Speicherkapazität.

Warum Rundholz aus dem heimischen Wald nach Asien verkaufen?

Das bedeutet Wertschöpfung, Arbeits- und Ausbildungsplätze bei uns in unseren Regionen gehen verloren. Ganz zu schwiegen davon, dass das mit Klimaschutz und Ressourceneffizienz nichts zu tun hat. Wenn Sie als Kommune keinen eigenen Förster haben, sondern Ihren Wald bewirtschaften lassen, weisen Sie doch die Bewirtschafter darauf hin, dass Sie möchten, dass Ihr Rundholz in der Region zur Verfügung gestellt wird. Nehmen Sie das doch in Ihre Bewirtschaftungsverträge auf. Als Kommune mit Wald sind Sie der Eigentümer und sagen wo es lang geht. 

Warum bei Bauvorhaben Baustoffe der langen Wege einsetzen?

Wissen Sie, dass Ihr Bauholz oftmals lange Wege im Stoffstrom hinter sich haben kann? Bauholz aus Russland, Holz für Bauelemente wie Fenster oder Innenausbau aus Asien, Pellets aus USA usw. sind heute nicht seltene Konstellationen und haben wenig klimafreundliche Wege hinter sich.

 

Siehe Broschüre Bedeutung von Transporten

 

Holz in ihren Produkten sieht man die Wege aber nicht an und da nutzt es nichts, dass der mit dem Bau beauftragte Betrieb 20 km von Bauvorhaben entfernt sein Betriebsgelände hat. Nur, wenn die gesamte Stoffstrom-Kette von der Waldstraße an bis zu Ihrem Gebäude in möglichst kurzen Wegen verlaufen ist, sind die Vorketten der Baustoffe klimafreundlich.

 

Nur das Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER in ihren kommunalen Ausschreibungen garantiert Ihnen den vollen Klimanutzen und die volle CO2 Neutralität der Baustoffe und Produkte. Sie als Kommunaler Bauherr haben es in der Hand Klimaschutz und Regionale Wertschöpung zu verbinden.

Das Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER ist ein TYP ISO I Label nach ISO 14024, ausschreibungskonform und Fremdüberwacht (DWOI, PS 880, TÜV).

 

Global denken ... regional handeln!