Beispiel Tropenholz aus der ASIATISCHEN Großregion

Asien ist neben dem Kongobecken, Süd- und Mittelamerika eine der Top Weltregionen an aktuellen Entwaldungsraten von Primärwäldern  (Urwäldern) weltweit. Indonesien ist beispielsweise der Spitzenreiter an Verlusten an Biodiversität weltweit. 

Die Abbildung zeigt aktuelle Entwaldungsalarme in der Asiatischen Großregion. Grün markiert sind die Flächen mit noch verbliebenen tropischen Urwäldern. Gelb markiert sind Flächen, auf denen immer wieder einmal Entwaldungsalarme gemeldet werden. Rot sind die Flächen gekennzeichnet auf denen aktuell hohe und anhaltende Entwaldungsalarme gemeldet werden.

 

Heftigste Entwaldungsalarme finden seit einigen  Jahren in Myanmar statt. Das Holz aus Myanmar gelangt - illegal - vor allem in den Export nach Indien und China und vor dort in Produkten auch nach Europa. Aber auch Malaysia und Indonesien, Papua Neu Guinea oder Laos sind in einigen Teilregionen von aktuellen starken Entwaldungsalarmen gezeichnet (Grunddaten GFW, Veröffentlichungen unter Holz von Hier z.B. "Whitepaper "Rohstoffe für Fensterrahmen", Januar 2021). Auch dieses Holz gelangt in der Großregion an entsprechende Abnehmer wie z.B. die großen Platten- und Möbelfabriken in Vietnam und von dort nach China und von hier auch nach Europa. Die Stoffströme in der Asiatischen Großregion sind nach WCMC und UNEP nahezu unkontrollierbar (z.B. UNEP und Interpol, 2012 Bericht Green Carbon - Black Trade" oder WCMC Bericht 2018, usw.).

Einige dieser Länder haben sogar VPA Abkommen mit der Europäischen Union. Das heißt, das Holz, das hier über von Staat vergebenen Einschlagskonzessionen in Urwäldern geschlagen wurde, kann auch legal in die Europäischen Union eingeführt werden. Es braucht hierfür nur entsprechenden Legalitätsdokumente, die es sicher immer hat. Darunter sind auch Länder wie Indonesien, das Land mit der heute weltweit höchsten Verlustrate an Ökosystemen und Biodiversität durch Einschläge im Primärwald überhaupt (IUCN red list, Stand Januar 2021).
 

Wie wenig wirksam hier bisher die Europäische Due Dilligence ist zeigen Berichte von WCMC, der Umweltbehörde der United Nations (UN z.B. von 2018)

 

Link: Due Dilligence

Ohne Nachweise für den gesamten Stoffstrom können Sie bei einem Sperrholz- oder Spanplattenmöbel das sie im Onlinehandel für ihre Büros einkaufen nicht mehr sicher sein, dass die Rohstoffe den Vorprodukten dafür nicht aus der Asiatischen Großregion stammen. 

Der Holzhandel innerhalb der Großregion ist beachtlich. Die Stoffströme fließen aus Malaysia, Indonesien, Myanmar, Papua New Guinea und Laos vor allem nach China, Indien, Vietnam und Japan ... und von dort auch nach Europa. Einen Ausweg bietet nur ein direkter Einkauf von möglichst nicht oder wenig weiterverarbeiteten Hölzern von Flächen, auf denen nachweislich auch nach europäischer Auffassung nachhaltig bewirtschaftet wird.

Dabei ist aber dann dennoch noch wichtig für die Kunden der Hersteller in Europa zu wissen, dass Holz aus vielen Ländern der Asiatischen Großregion immer noch vielfach bedeutet, dass das Holz für diese Produkte aus Naturwäldern bzw. Primärwäldern stammt.

Allein aus China, Indien, Myanmar und Vietnam fließen die dann stark vermischte Stoffströme an Schnittholz, Furnieren, Sperrholz, Platten, Möbelvorprodukten, Böden und Möbeln in beachtlichen Mengen nach Europa.

HOLZ VON HIER möchte Sie dazu anregen, darüber nachzudenken, ob es unbedingt tropisches Holz statt heimisches Europäisches Holz der kurzen Wege sein muss?


Fragen Sie immer genau nach woher das Holz in ihren Produkten stammt das sie aus solchen Regionen kaufen. Am besten beschaffen Sie aber lieber Holzprodukte der nachweislich kurzen Wege aus nachhaltiger europäischer Waldwirtschaft die in ihrem gesamten Stoffstrom in Europa produziert wurden.

Sperrholz, Platten, Furniere, Platten und Büromöbel kommen immer mehr aus der Asiatischen Großregion nach Europa. Warum Sie hier immer zunächst skeptisch sein sollten und sich ein eigenes Bild machen sollten zeigen Ihnen die folgenden Ländersteckbriefe.

 

Folgenden Ländersteckbriefe stehen bisher für Kommunen, die mit HVH bauen und beschaffen möchten, als Argumentationshilfen für die Durchsetzung der heimischen Europäischen Herkunft von Holzprodukten zur Verfügung. Weitere sind in Arbeit. Rufen Sie einfach an: 09209.918 97-51

Malaysia.pdf

Indonesien.pdf

Papua Neu Guinea.pdf

Loas.pdf

Myanmar.pdf

China.pdf

Indien.pdf

​Vietnam.pdf

​​​Ausdrücklich sei hierauf hingewiesen: es kann abweichende Meinungen von DLT, DST, DSTGB und BBSR zu diesen Inhalten geben. Daher sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass verantwortlicher Herausgeber der Ländersteckbriefe Holz von Hier ist.